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Häufigkeit von Zwangsstörungen durch DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. ist "ein unhaltbarer Zustand"

03Jan2011

Nachdem bei mir Verhaltensänderungen unter dem DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. Sifrol auftraten, einem Medikament gegen Symptome der Parkinsonkrankheit, empfahl mir der Vertretungs-Neurologe eine sofortige Umstellung auf Clarium.

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Da das aber auch ein DopaminagonistEin Medikament aus der Gruppe der Dopaminagonisten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. ist, und ich Zweifel hatte, ob das für mich richtig ist, bat ich unter anderem den Co-Leiter der Abteilung für Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung der Universität Bremen, Prof. Dr. Gerd Glaeske, um Rat. Er antwortete einige Wochen später. Ich darf seine Mail vom 2. November 2010 veröffentlichen, was ich hiermit tue.

Hier können Sie ausführliche nähere Informationen zu der in der Mail angeführten Studie nachlesen:
BULLETIN ZUR ARZNEIMITTELSICHERHEIT vom Schweizer Paul-Ehrlich-Institut

Bericht über DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. im HR Fernsehen als Video:
Bericht aus der Sendung "defacto" vom 10.10.2010 auch mit Prof. Dr. Glaeske

Sehr geehrter Herr Witte,

das Parkinsonmedikament Clarium® gehört in die Gruppe der DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren.. Als Reaktion auf eine Initiative des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 30.07.2007 hin wurde ein Hinweis auf die Gefahr unter DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren., bestimmte Süchte zu entwickeln, in den Beipackzettel aufgenommen. Wie Sie diesem heute entnehmen können, treten unter einer Behandlung mit dem Mittel möglicherweise Spielsucht bzw. pathologisches Spielen, Libidosteigerung und Hypersexualität auf. Nicht im Hinweis enthalten sind ebenfalls auftretende Kaufsucht und Essattacken. Die Süchte entwickeln sich meist schleichend und bilden sich beim Absetzen des Medikamentes zurück, allerdings wird die Verhaltensänderung häufig nicht mit der Medikation in Verbindung gebracht. Im Mai diesen Jahres wurde eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass 17% der an Morbus Parkinson erkrankten Probanden unter diesen sogenannten Zwangsstörungen leiden. Zwei oder mehr Süchte gleichzeitig entwickelten 3,9%. Die Studie schloss 3090 Parkinsonpatienten ein, wurde an der Universität Pennsylvania durchgeführt und in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert („Archives of Neurology“ und „Jama“).

Die hier besprochenen unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind im Beipackzettel unter „Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit“ verzeichnet, was schlichtweg nicht richtig ist.

Rechnet man die Zahlen z. B. allein für den DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. „Cabergolin“ im Jahr 2008 anhand der verordneten Arzneimittelmengen hoch, kommt man nur für diesen Arzneistoff auf etwa 13.000 bis 14.000 betroffene Patienten allein in Deutschland, was ein unhaltbarer Zustand ist. Gerade aufgrund ihrer Vorgeschichte sollte vor dem Einsatz eines DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. genauestens geprüft werden, ob keine weiteren Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Trotz der leitliniengerechten Anwendung von Non-Ergot-DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. als first-line-Medikation bei Patienten unter 70 Jahren ist eine Abwägung des Risikos z. B. gegen die vorgezogene Therapie mit L-Dopa vorzunehmen.

Beste Grüße

Gerd Glaeske

--
Prof. Dr. Gerd Glaeske
Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik
Co-Leiter der Abteilung für Gesundheitsökonomie,
Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung
[...]

gglaeske@zes.uni-bremen.de
buero_glaeske@zes.uni-bremen.de

www.zes.uni-bremen.de
http://www.zes.uni-bremen.de/homepages/glaeske/index.php

Anmerkung: mittlerweile wurde ich in einer Klinik auf eine relativ geringe L-Dopa-Dosis eingestellt, was ganz gut zu funktionieren scheint.

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Kommentar von Pietsch Reinhard | 26.08.2011

Ich bin derjenige von dem bei Defacto berichtet wurde,mittlerweile habe ich klage gegen Pfizer eingereicht,die haben die frechheit mir einen vergleich von 13oooeuro anzubieten,hab ich dankend abgelehnt.Die staasanwaltschaft berlin ist nun schon fast 1jahr an der Sache dran ich finde das einen unhaltbaren zustand.Meine gesundheit ist mehr als angeschlagen(herzklappenschaden,fibrotisches Lebergewebe,ödemein den beinen verbunden mit starken Schmerzen.Nachdem ich nun die 5te Therapie gemacht habe ,bin ich spielfrei,allerdings hab ich vorher Cabaseril abgesetzt.Ich suche menschen die ein ähnliches schicksal haben,denn dann habe ich tv Sender an der hand die berichten würden,als einzelperson ist das für einen TV beitrag für die TV anstalten nicht unbedingt intessant.

Kommentar von Bärkinson | 27.08.2011

Das tut mir leid, dass es bei Ihnen so schlecht läuft.

Ich kann mir vorstellen, dass die meisten Betroffenen, und ich kenne ein paar, aus verschiedenen persönlichen Gründen lieber nicht an die Öffentlichkeit treten möchten.

Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute!