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Schotte verklagt Arzt wegen Spielsucht durch Parkinson-Medikamente

06Feb2011

Wie BBC News meldet verklagt derzeit ein an Parkinson erkrankter Schotte, der in den Jahren 2003 bis 2005 an einer klinischen Studie zu Rotigotin, einem DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren., der unter dem Handelsnamen Neupro bekannt ist und als Pflaster verfügbar ist, den ihn damals behandelnden Arzt und die Gesundheitsbehörde auf 100.000 Pfund Schadenersatz.

85.000 Pfund hätte er unter diesem Medikament durch einen unkontrollierbaren Drang zu spielen verspielt, obwohl er zuvor noch nie dazu neigte, Geld dafür zu investieren. Er verspielte sein gesamtes Vermögen und lieh sich auch noch zusätzlich Geld. Als seine Frau im Jahre 2005 einen Brief mit einer Ergänzung zu den Patienteninformationen erhielt, der besagte, dass in Einzelfällen unkontrollierbares Verhalten wie Spiel-, Ess- und Sexsucht auftreten könnte, rief sie die Behörde an. Daraufhin wurde Rotigotin abgesetzt und die Spielsucht hatte kurz danach ein Ende gefunden.

High Court, Glasgow - geograph.org.uk - 734407

Nun behauptet der Schotte, ihm sei vorher versprochen worden, dass Schaden, der ihm aufgrund der Teilnahme an der klinischen Studie entstünde, finanziell ausgeglichen werde. Arzt und Gesundheitsbehörde argumentieren sie hätten nichts dergleichen unterschrieben. Außerdem hätte sich der Parkinson Patient früher melden müssen, auch wenn ihm nicht bekannt war, dass die Sucht durch das Medikament ausgelöst sein könnte. Zudem sei Schadenersatz laut Richtlinie nur für "körperliche Schäden" vorgesehen.

Die ganze Story auf BBC News (Englisch)

Auch ein Franzose, der unter dem DopaminagonistenEine Gruppe von Anti-Parkinson-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin simulieren. Requip Spiel- und Sexsucht entwickelt hat klagt auf Schadenersatz, berichtet der britische "Observer"

Auch in Australien gibt es Probleme, hier mit Cabaseril und Pergolid.

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