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Fortschritt bei der Tiefen Hirnstimulation (THS)
29Jan2011
Bonner Wissenschaftler finden einen Weg, die Lokalisierung des richtigen Ortes für die bei der THS einzusetzende Elektrode zu erleichtern.
Die Tiefe Hirnstimulation (THS) wird unter anderem bei Parkinson Patienten eingesetzt und verbessert bei solchen Patienten insbesondere meistens die Symptome TremorZittern, z.B. der Hände (Zittern) und Dyskinesien (unkontrollierbare Überbewegungen), oft auch den Rigorpermanente, nicht oder kaum beeinflussbare, erhöhte Anspannung der Muskulatur (Steifheit). Die Medikamentendosis kann darüber hinaus oft verringert werden. Somit auch die Nebenwirkungen der Medikamente.
Allerdings ist die Methode auch mit einigen Risiken verbunden, so werden bei circa 2 Prozent der Patienten versehentlich wichtige Zellen in Gehirnregionen zerstört, so dass sich ernsthafte neurologische und/oder psychische Probleme einstellen können. Als postoperative Nebenwirkungen und Nebenwirkungen der Stimulation selber können psychische Probleme wie Depressionen oder Impulskontrollstörungen auftreten oder sich verstärken. Häufig ist das Sprechen beeinträchtigt. Auch stirbt dann und wann jemand an der Operation, auch von Selbstmorden wird berichtet.
Bei der THS wird durch ein gebohrtes Loch in der Schädeldecke eine Elektrode im Gehirn eingesetzt, die einen bestimmten Nervenstrang stimulieren muss. Um diesen Nervenstrang zu finden, muss der Patient während der Operation bei vollem Bewusstsein bleiben, weil nur anhand einer Besserung der Symptome festgestellt werden kann, ob die Elektrode optimal platziert ist.
Auch wenn bisher die Magnetresonanztomographie (MRT) bereits als bildgebendes Verfahren eingesetzt wird, um den genauen Ort, an dem die Elektrode gesetzt werden muss, im Vorfeld der Operation näher zu bestimmen, war es bisher nicht möglich, das betreffende Nervenbündel zu visualisieren. Genau das ist aber nun Forschern der Universität Bonn gelungen. Das lässt für die Zukunft hoffen, dass die Risiken bei dem Eingriff verringert werden können.
Links:
- MRT: Hirn-Aufnahme für erfolgreiche Behandlung des Parkinson-Zitterns
- Die Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung der Parkinsonkrankheit
- Tiefe Hirnstimulation - Mögliche Persönlichkeitsveränderungen bei Parkinson-Patienten
- Zwei Varianten der tiefen Hirnstimulation bringen auf Dauer gleich gute Ergebnisse
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