Nachricht
Spontanheilung von Parkinson (Satire)
06Dez2010
Das Wunder von Spensersiel - (k)eine ostfriesische Geschichte.
An der Spezialklinik für neurologische Parkinson-Psychiatrie im ostfriesischen Spensersiel gelang es Ärzten in einem bahnbrechenden Experiment erstmals, einem Parkinson-Patienten, der in Folge einer mehrjährigen Medikamentenbehandlung unter sporadisch auftretenden visuellen Wahnwahrnehmungen litt, durch die zusätzliche Gabe verschiedener Parkinson-Medikamente in hohen Dosen so weit in den Wahn hineinzutreiben, dass er visionär-kreative Träume bekam. In einem dieser Träume träumte der Patient, der in Insider-Kreisen bereits als Dopamin Kid bekannt ist, seine Heilung.
Auch anderen Patienten kann Hoffnung gegeben werden, dass diese Methode, zumindest vorübergehend, die lästigen Parkinson-Symptome buchstäblich verschwinden lassen kann. Allerdings ist zu beachten, dass jeder Patient anders auf die Behandlung reagieren wird. Studien über mögliche Nebenwirkungen sind auch noch nicht in Auftrag gegeben, so dass eine Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen dringend empfohlen wird, bevor man diese Behandlungsmethode ausprobiert.
"Das Prinzip ist so einfach wie genial.", erklärt Dopamin Kid, "Man nehme einfach einen Kindertunnel, einen der Art wie er in jedem Spielzeugfachgeschäft zu kaufen ist und stelle sich hinein. Man wird sofort die befreiende Wirkung merken: keiner sieht einem mehr das peinliche Zittern an. Zudem animiert der Tunnel dazu die überflüssigen und unschönen, weil sowieso mangelhaften, Bewegungen zu vermeiden. Man schlägt der Krankheit also ein Schnippchen, indem man sie gar nicht mehr zu Wort kommen lässt." führt Dopamin Kid fort, und fügt hinzu: "Zudem stellt man, eine günstige Farbwahl beim Kauf des Tunnels vorausgesetzt, eine nicht unerhebliche Verschönerung des Raumes dar, vor allem im Vergleich zum traurigen Anblick, den man sonst der Umwelt zugemutet hätte." "Man sollte allerdings bei der Wahl seines Standplatzes aufpassen, damit man nicht zu sehr im Weg herumsteht", warnt er.
Das Ergebnis des Experimentes gibt einige Hoffnung für die Zukunft
Wissenschaftler der Universität Traurisch hoffen nun, dass durch die Tunnel Methode die Kosten der Behandlung von Parkinson-Patienten künftig drastisch reduziert werden können. Da das Hilfsmittel in der Regel nicht mehr kostet, als die Praxisgebühr einbringt, gibt es bei einigen Krankenkassen bereits jetzt die Überlegung, den Tunnel pro Quartal routinemäßig verordnen zu lassen.
Auch die Politik ist schon angetan. "Bald sind wohl die Zeiten vorbei, in denen das Geld quasi in den Rachen der Parkinson-Patienten geworfen wurde", frohlockt der Jung-Politiker Marco Stussfelder.
Claire Porin, Leiterin des Forschungsprojektes, prophezeit: "Wir werden bald durch die ÜdWH-Methode (Über-den-Wahn-Hinaustreiben-Methode) sicherlich noch viele Ideen hervorzaubern können, die jetzt noch tief in den Hirnen der Patienten vergraben liegen. Ob dabei aber jemals eine noch bessere Idee als die Tunnel-Methode zu Tage gefördert wird ist, zumindest noch, ungewiss."

Einen Kommentar schreiben